ABSCHLUSS- GALA
(Peter Friedrich Ludwig Kulturzentrum Oldenburg)

„NEUE NAMEN FÜR DIE ZUKUNFT“

Samstag, 7. Oktober 2017,
19:00 Uhr

Peterstraße 3,
26121 Oldenburg




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0441 36 11 88 11 (Bestellung auf AB hinterlassen)

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Preis: 35,00 € *(inkl. MwSt. 7%: 1,64 €)


* Ermäßigte Kartenpreise:

  • 25,00 EUR ermäßigt für Mitglieder der Vereine KlassikFreunde Oldenburg e. V., Albert Dietrich Gesellschaft e. V. und KulturVorOrt e.V.
  • 50% Ermäßigung für Schüler, Studenten, Auszubildende

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TEIL 1

GELIEBTE VIOLINE
Paradies zur Zuhörer – Drahtseil für Geiger

Johannes Brahms (1833-1897) Scherzo c-moll (aus der Sonate F.A.E.)

Pablo de Sarasate (1844-1908) Danza Espanola Nr.6 - Zapateado op.23,2

Edward Elgar (1857-1934) La Capricieuse op.17

Peter I. Tschaikowsky (1840-1893) Meditation und Scherzo op.42

Eugen Ysaye (1858-1931) Sonate Nr.3 „Ballade“ für Violine solo

Georges Bizet (1838-1875) Fantaisie pour violon et piano sur le thème de l'opéra Carmen

Simon Zhu
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Simon Zhu (Violine)

Der exzellente Geiger ist in Tübingen geboren, stolze 16 Jahre alt und Jungstudent an der Universität der Künste Berlin.
Nach guten alten Traditionen wird er mit sechs in die ersten Geheimnisse des Violinspiels herangeführt. Mit knappen zehn Jahren bricht Simon die meisten Virtuosität-Rekorde dieses Alters und überwindet ein paar Jahre später schadenfrei die „Wunderkind“- Phase. Als Jungstudent an der Musikhochschule Freiberg angenommen, wird es für ihn jetzt richtig ernst - seine musikalische Ausbildung wird in professionelle Bahnen geleitet. Simons Unterricht übernehmen nacheinander die besten Pädagogen des Faches wie Prof. Muriel Cantoreggi, Prof. Latica Honda-Rosenberg, Ning Feng und Prof. Koh Gabriel Kamed. Schnell erntet er aufsehenerregende Erfolge: Auftritte beim Bundesjungendwettbewerb „Jugend musiziert“ werden mehrere Jahre hintereinander mit 1. Preisen ausgezeichnet. Nun wechselt die Familie nach Berlin und Simon wird Schüler am C. Ph. E. Bach Gymnasium und Jungstudent von Prof. Tomasz Tomaszewski an der Universität der Künste. Jetzt kommen auch internationale Gewinne dazu: 2. Preis beim 5. Internationalen Bravo Violinwettbewerb in Namur (Belgien), 1. Preis beim 23. Concours Flame pour Jeunes Violonistes in Paris, 3. Preis bei der Jeunesse International Violin Competition „Dinu Lipatti“ in Bukarest und zuletzt der 1. Preis beim 13. Internationalen Wettbewerb für Violine „G. Ph. Telemann“ in Poznan (Polen). Diese Erfolge führten diverse Konzertauftritte nach sich: in Deutschland, Frankreich, Belgien, Polen, Österreich und der Schweiz sowie einen Auftritt in der Berliner Philharmonie.
Als wichtige Unterstützung für Simons Weiterentwicklung und besondere Anerkennung der beachtlichen Leistungen bekommt Simon Zhu vom Deutschen Musikinstrumentenfond der Deutschen Stiftung Musikleben eine Violine von Gand & Bernadel (Paris 1881) ausgeliehen.

Corrado Valvo
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Corrado Valvo (Klavier)

Corrado Valvo (26 Jahr) ist als Pianist am Vincenzo Bellini Music Institute in Catania, als Korrepetitor am Conservatorio di Musica E.F. Dall'Abaco Verona und als Operndirigent und Kirchenmusiker an der Conservatorio di Santa Cecilia ausgebildet. Wichtige Erfahrungen sammelte Corrado Valvo als Klavierbegleiter und Kapellmeister während der Produktionen der Oper „Aida“ am Rovigo Theater, der Oper „Carmen“ am National Theater Split sowie bei den Aufführungen von „Madam Butterfly“ und „La´ Traviata“ mit dem Orchester Conservatorio di Santa Cecilia. Als junger Dirigent ist Corrado Valvo inzwischen ein gerngesehener Gast in mehreren italienischen Theatern und Konzertsälen wie dem Teatro Garibaldi in Avola, dem Teatro La Nuova Fenice in Osim, dem Teatro Nuovo Gian Carlo Menotti und dem Pegasus Sala in Spoleto.
Während der Festspiele „50° Festival delle Nazioni“ am Theater von Città di Castello erscheint seine Aufführung der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Kurt Weill und wird als Gastdirigent mit dem La Orquesta Sinfónica de Estado de México auftreten. Neben seiner Tätigkeit als Intendant und Chefdirigent des Teatro Comunale Vittorio Emanuele in Noto wird er die Leitung des International Summer Camp und des internationalen Wettbewerbs des lyrischen Gesangs in Recanati auf Sizilien übernehmen.

PAUSE

TEIL 2

TRIO NERSES
Vergnügliche Kunst oder Musikalischer Zirkus

Super Mario - Mozart Rondo - Come together - Bach Toccata & Fuge - Thunderstruck -
Vivaldi Jahreszeiten - Chop Suey - Paganini 24 - Beethoven 5

Endlich erleben artistische Rhythmus- und Klangexperimente eine langersehnte Renaissance in der klassischen Musikszene. Der musikalische Zirkus des 19. Jahrhunderts ist in den ernsten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg folgerichtig in Verruf geraten – die „Teufelsgeiger“ aus dem Paganini-Stall und der ganze Koloratur - Vogelschwarm wie Jenny Lind oder später Erna Sack hatten keine Chance zur Anerkennung. Ein lustvoller Auftritt mit müheloser Beherrschung von Technik und artistischen Tricks ohne jeglichen pädagogischen Wert? Eine gefühlte Ewigkeit nicht vorstellbar.
Heute ist der Lehrauftrag der Klassik verblasst – zum Vergnügen des Publikums.
Davon profitieren die Vielseitigen der Profi-Musiker jüngster Generation: Flötist Nerses Ohanyan (28), Bassist Vladyslav Vorobel (29) und der Akkordeonspieler Miroslav Nisic (25). Beatboxing heißt die Kunst, mit der sie ihren Musikstil aufpeppen. Eine eigentlich uralte Kunst, die vor allem im Hip Hop wiederbelebt wurde und sich in den letzten zwanzig Jahren weit verbreitet hat. Percussion mit Mund, Zunge, Rachen und Körper. Auch das ganze Gesicht ist beim Beatbox im Einsatz.
Die Musiker beziehen sich dabei weniger auf die amerikanischen und afrikanischen Ursprünge. Sie imitieren vielmehr die Geräusch-Percussion früherer Rhythmusmaschinen. Diese drum machines kamen seit den sechziger Jahren in der elektronischen und der Pop-Musik zum Einsatz.

Trio Nerses
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Musiker wie Nerses Ohanyan haben eine außergewöhnliche Leidenschaft – sie entwickeln eine phänomenale Virtuosität und Präzision beim Nachahmen rhythmischer Geräusche. Der aus dem armenischen Jerewan abstammende Musiker spielt gleichzeitig Flöte dazu. Eine perfekte Kombination, findet Ohanyan selbst: Seine Luft reicht für die Flöte und die Percussion, die er mit Mund, Zunge, Rachen und Körper erzeugt. Wie, das verrät der Künstler natürlich nicht.
Nerses Ohanyan lernt mit sechs Jahren die ersten Töne auf der Flöte. Mit 13 Jahren beginnt er am Musikgymnasium die Ausbildung und schließt das Studium am Staatlichen Konservatorium Komitas in Jerewan mit Auszeichnung ab. Ein Aufbaustudium führt Nerses 2008 nach Deutschland. Dieses zusätzliche Studium absolviert er an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Die Erfahrungen als Orchester- und Solo-Flötist sammelt der bestens ausgebildete Musiker im Armenischen Philharmonie Orchester und bei den Dortmunder Philharmonikern.
Im Mittelpunkt seiner Interessen steht dennoch die Konzerttätigkeit im Sinne `Eroberung des Flöten- Kosmos´. Seit Jahren beschäftigt sich Nerses Ohanyan mit Beatboxen auf der Flöte. Mit dieser neuen Technik begeistert er das klassische und weniger klassische Konzertpublikum. Und macht sich quasi nebenbei einen Namen im Radio Essen, Radio Gong sowie im Fernsehen bei RTL, Sat1 und dem WDR.
Seit 2016 ist Nerses mit dem Kontrabassisten Vladyslav Vorobel und dem Akkordeonspieler Miroslav Nisic im Trio unterwegs.

Vladyslav Vorobel (Ukraine) absolviert als Kontrabassist neben dem Studium an der Akademie der Künste in Kiew das Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seit 2014 studiert er weiter in den Fächern Klavier und Dirigieren an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf.

Miroslav Nisic (Serbien) macht die ersten Schritte mit dem Akkordeon mit neun Jahren. Er erweist sich schnell als sehr begabt und kommt in die Klasse des bekannten serbischen Akkordeonpädagogen Dragisa Milanovic am Musikgymnasium „Stanislav Binicki“ in Leskova. Dort absolviert er sein Abitur mit dem Hauptfach Akkordeon. Während der künstlerischen Ausbildung nimmt Miroslav an vielen Wettbewerben in Serbien, Italien, der Ukraine und Bulgarien erfolgreich teil, die meisten davon – etwa 8 - mit besten Auszeichnungen und Preisen.
Neben der klassischen Musik ist Miroslav im Bereich der Volks – und Unterhaltungsmusik aktiv. Mit dem Gewinn des 1. Preises beim renommiertesten europäischen Akkordeon- Wettbewerb in dieser Musikrichtung „Prva Harmonika – Sokobanja“ (Serbien) begann seine Karriere in diesem Bereich. Das Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen in der Klasse der berühmten Akkordeonistin Mie Miki ermöglichte Miroslav die Ausweitung seiner Schwerpunkte: klassische Musik und serbische Folklore und erweiterte den Erfahrungshorizont im Bereich Jazz und Weltmusik. Miroslav Nisic ist Stipendiat der Alfred & Cläre Pott-Stiftung, Stipendiat des Lions-Club Essen Werethina und Stipendiat der Inge und Karl-Werner Lentzsch-Stiftung.

PAUSE

TEIL 3

WIR SINGEN ALLES!...
Musik ohne Grenzen und Vorurteile

Frische und freche Interpretationen heiliger Klassiker und genialer Schnulzen.
Virtuoses und Halsbrecherisches für Stimme und andere Organe.

Moskauer Meistersinger
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MOSKAUER MEISTERSINGER Vokal Ensemble

Das Ensemble ist der absolute Star des Oldenburger Publikums. Anscheinend finden die MM´s unser Publikum auch gut - immerhin sind sie zum zwölften Mal im kühlen Nordwesten. Zugegeben: Am Anfang haben wir nur mit dem Kopf geschüttelt, höchstens verlegen gekichert wenn ein Bach-Fugato zum Rock´n´Roll mutierte oder Mozarts Menuett als Blues durch die Schlosssäle flog… Nach zehn Jahren sind wir schlauer und wissen, dass auch die heiligen Hallen der Elbphilharmonie sich Ähnliches erlauben. Nun erfreuen wir uns ihrer verrückten Ideen ohne große Bedenken.

Der Weg zum Erfolg der Moskauer Meistersinger ist kurz und einfach: Die erste Besetzung des Ensembles wurde im April 2003 aus den Reihen der Studierenden der Moskauer Chorkunst-Akademie gewählt. Acht Solisten wurden dafür auserkoren, alles Stimmen, die im Rahmen von Wettbewerben und Meisterkursen der Akademie ausgezeichnet waren. Fantastische vokale Fähigkeiten und eine umfassende musikalische Ausbildung an der renommierten Musikhochschule erlaubten den ersten Mitgliedern des Ensembles die neuen, modernen Gesangstechniken und das gegenwärtige - nicht wirklich klassische - Repertoire in Kürze zu umfassen. Immerhin unterstützten gestandene Gesangspädagogen, Dramaturgen und Komponisten die damals ziemlich schräge Idee ein professionelles Unterhaltungsensemble an der traditionellen Gesangs - Akademie zu bilden und auf die klassischen Bühnen Moskaus zu bringen. Ihre gemeinsame Vision?- Ein abenteuerliches `Sing-Spiel` für Ohren und Augen, ein verrückter Mixt aus allerlei Klassik und Nichtklassik, etwas zwischen stilvollem Unfug und neckischer Seriosität. Atemberaubend virtuos sollte es werden, tief emotional und albern zugleich. Als wenn das (klassische) Publikum darauf gewartet hätte: Ein Jahr später waren die Moskauer Meistersinger mit Tourneen bereits in Europa unterwegs. Selbst nach zehn Jahren bestimmt den Erfolg des Ensembles eine faszinierende Kombination aus mühelosem Beherrschen der klassischen vokalen Techniken der Oper und dem spielerischen Umgang mit Jazz- und Poptraditionen. Die Auswahl der `richtigen` Musik und meisterhafte Bearbeitungen der Musikstücke tragen viel dazu bei: Nicht nur populäre Klassik, auch Raritäten aus kirchlichen und volksnahen Archiven sind auf die jungen Stimmen perfekt zugeschnitten. Ursprünglich Orchester-, Chor-, Klavier- oder Instrumentalwerke werden fachkundig in Partituren für 8 bis 12 Stimmen umgeschrieben. Aus verstaubten, Entschuldigung! - vertrauten Melodien entstehen überraschend frische, ja lustige Kompositionen, in denen mal Jazziges mal Pop-Legendäres durchscheint. Natürlich werden ´normale´ Lieder und Chorstücke - wenn auch nicht gleich identifizierbar – in die Konzerte eingeflochten. Schon in den ersten Jahren waren die virtuosen Stars als geheimer Publikumsmagnet glorreich unterwegs. Regelmäßig begeistern sie jetzt in wechselnder Besetzung mit stets neuen Programmen das Publikum und die Kritiker in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und in der Heimat. Jedes Jahr sind die Moskauer Meistersinger auch in Japan willkommene Gäste.


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